Ausstellungen


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À la recherche – Hermine David

Fritz Stuckenberg, Hermine David in gelber Jacke, um 1909 Öl auf Karton, 46 x 38 cm Sammlung Stuckenberg der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in der Städtischen Galerie Delmenhorst, Foto: Jens Weyers

05.03.2017 - 07.05.2017​


Die Ausstellung „À la recherche – Hermine David“ folgt mit rund 100 Exponaten den Spuren einer Künstlerin, die als talentierte und weltoffene Frau zur Bohème ihrer Zeit in Paris gehörte – und dennoch bislang nur eine blasse Figur in der Kunstgeschichtsschreibung blieb. Zu Unrecht, wie die Ausstellung zeigt.
Fast ausnahmslos wird Hermine David im gleichen Atemzug mit dem charismatischen bulgarischen Maler und „Prince de Montparnasse“ Jules Pascin erwähnt. Dessen eigentliche große Liebe, das Modell Lucy Vidil (später Lucy Krogh), wurde zu einer schillernden Figur im Leben von Hermine David. Eine Konstellation, die, einem attraktiven „Romanstoff“ gleich, in der Ausstellung eine Rolle spielen wird, ohne stereotypen Erzählmustern zu folgen. „À la recherche – Hermine David“ wird die Biografie und das ausgesprochen spannende Umfeld der Künstlerin im Paris der Jahre 1914 bis 1920 offenbaren und dabei die bisherigen Darstellungsklischees kritisch beleuchten. Das durchaus eigenständige Werk Hermine Davids entfaltet sich anhand ausgewählter Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Grafiken und Emaille-Arbeiten. Portraits u.a. von Jules Pascin, Rudolf Levy, Man Ray und nicht zuletzt Fritz Stuckenberg tragen zur Kontextualisierung ihres Werks innerhalb des künstlerischen Umfelds bei und geben gleichzeitig ein vielschichtiges Bild der Wahrnehmung der Persönlichkeit Hermine Davids. Archivmaterialen, Fotografien und publizierte Texte lassen das Publikum eintauchen in den Zeitgeist der Belle Époque und der Roaring Twenties. Durch die Sammlung der Städtischen Galerie Delmenhorst, die diese Ausstellung konzipierte, sowie durch Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen aus u.a. Deutschland, Frankreich, Norwegen und Bulgarien wird es möglich, wesentliche Stationen des Lebenswerks sichtbar zu machen.

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RAM. Ralf Ziervogel

untitled, 2015, Gouache und Tinte auf Papier, 140 cm x 241 cm, Courtesy: Privatsammlung Hamburg, Ralf Ziervogel, VG Bildkunst Bonn 2017

19.03.2017 - 14.5.2017​


In großformatigen Zeichnungen aus Gouache und Tinte schafft der Künstler Ralf Ziervogel (*1975) einen eigenen Kosmos aus verzweigten Linienkonstrukten und Formen mit anthropomorphen Zügen. In seinen neuesten Arbeiten erweitert Ralf Ziervogel das Medium der Zeichnung noch konsequenter in den Raum und integriert die performative Komponente des Zeichenaktes, indem er seinen gesamten Körper zum Werkzeug macht. Klar gesetzte und verwischte Spuren der Berührung in konsequentem Schwarzweiß muten zunächst abstrakt an, lassen dann an Menschliches und Tierhaftes denken und folgen einer eigenen Rhythmik und Bewegung. Filigran und zart fügt der Künstler Schrift, einzelne Worte oder Halbsätze, in seine Kompositionen ein. Was in seinen früheren Arbeiten an Drastik in der Darstellung ineinander ornamental verschlungener malträtierter menschlicher Körper steckte, ist übergegangen in einen fast verborgenen Subtext, der sich als ein Raunen von den niedersten menschlichen Instinkten durchs Bild zieht.
Ralf Ziervogel hat an der Universität der Künste in Berlin studiert und ist national und international in zahlreichen Ausstellungen vertreten. Er erhielt 2008 das Karl- Schmidt-Rottluff Stipendium, 2014 den renommierten Horst-Janssen-Grafikpreis und war 2014 Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Der Künstler lebt in Berlin. Arbeiten von Ralf Ziervogel befinden sich u.a. in den Sammlungen des Städel Museum, Frankfurt a. M. und des Museum of Modern Art, New York.

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