E-Mobilität in Göppingen

E-Bike-Station eröffnet

Weihten die E-Bike-Station im Göppinger Fahrrad-Parkhaus vergangenen Freitag ein: vorn von links Staatssekretär Peter Hofelich, Oberbürgermeister Guido Till, Verkehrsminister Winfried Hermann, Vorsitzender Verband Region Stuttgart Thomas Bopp sowie hinten von links Baubürgermeister Helmut Renftle, Geschäftsführer Tarif- und Verkehrsverbund Stuttgart Thomas Hachenberger und Geschäftsführer nextbike Ralf Kalupner.

„Die E-Bike-Station ist eine hervorragende Ergänzung zu unserem gut etablierten Fahrrad-Parkhaus“, freute sich Oberbürgermeister Guido Till am Anfang März über die Eröffnung der achten Pedelec-Verleihstation.

Zusammen mit der am späteren Freitagnachmittag eröffneten Station in Remseck am Neckar haben bereits neun Verleihstationen im Rahmen des Projekts NETZ-E-2-R in der Region Stuttgart den Betrieb aufgenommen. Vier weitere Kommunen sollen noch folgen. Die neue E-Bike-Station am Bahnhof Göppingen bietet Platz für zehn Pedelecs zum Ausleihen und sichere Abstellplätze für private Pedelecs. Als neues Angebot der Anschlussmobilität ermöglichen die E-Bike-Stationen einen direkten Umstieg an den Bahnhaltepunkten auf ein Zweirad mit elektrischer Antriebsunterstützung und bieten damit eine umweltfreundliche und individuelle Alternative zum Auto. „Mit den E-Bike-Stationen zeigen wir beispielhaft auf, wie sich das Land die Entwicklung zur Pionierregion für nachhaltige Mobilität vorstellt“, sagte Winfried Hermann, baden-württembergischer Minister für Verkehr und Infrastruktur, anlässlich der Eröffnung. Mit dem Angebot der E-Bike-Stationen sollen sowohl Berufstätige als auch Tagestouristen angesprochen werden: Wer zukünftig einen Ausflug plant, kann mit dem Pedelec nicht nur schadstofffrei und geräuschlos die Region erkunden, sondern das Rad im Anschluss auch einfach an einer anderen Station abgeben und umweltfreundlich mit Bus und Bahn weiter reisen.

In Göppingen wurde die E-Bike-Station erstmals in ein bestehendes Fahrradparkhaus integriert. Es ist die erste E-Bike-Station im Landkreis Göppingen. Die Verleihstation setzt damit einen weiteren Baustein zur Förderung des Radverkehrs in dem als „Fahrradfreundlicher Landkreis“ ausgezeichneten Kreis Göppingen. „Nach unserem Gemeinschaftsprojekt ‚Elektromobilität im Stauferland – EmiS‘ ist unsere Beteiligung an dem Projekt ‚Netz-E-2-R‘ ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität in der Hohenstaufenstadt“, wies Göppingens Oberbürgermeister Guido Till auf die langfristig angelegte Strategie hin. „Die E-Bike-Station ist zudem eine hervorragende Ergänzung zu unserem gut etablierten Fahrrad-Parkhaus.“ Zugleich erhofft sich das Stadtoberhaupt von dieser weiteren Zusammenarbeit mit dem VVS einen neuen Impuls für die Anbindung Göppingens an die S-Bahn. Schließlich sei Göppingen der prädestinierte Ausgangspunkt, um den Osten der Region und die Schwäbische Alb mit dem Pedelec zu erkunden. Als weitere Zielgruppe für das Leih-E-Bike-Angebot neben den Touristen und Tagesausflüglern nannte OB Till die Studenten und Pendler.
Nextbike – Nutzung der Station

Vor der ersten Nutzung ist eine Registrierung bei nextbike nötig. Diese kann direkt am Terminal, online oder per App erfolgen. Zur Ausleihe oder Rückgabe muss einfach der VVS-Mobilpass, die polygoCard beziehungsweise die Kundenkarte angehalten oder ein PIN eingegeben werden. Die Tür öffnet sich automatisch, das E-Bike kann entnommen oder der Parkplatz für ein privates Rad in Anspruch genommen werden. Die Rückgabe funktioniert genauso. Regulär kostet die Ausleihe zwei Euro pro Stunde, maximal 16 Euro für den ganzen Tag. Dazu gibt es noch einen preiswerten Nacht-Tarif; VVS-Kunden fahren generell vergünstigt. Die nextbike GmbH, die in mehr als 30 deutschen Städten öffentliche Fahrradverleihsysteme betreibt, stellt die Systemplattform für die E-Bike-Station. Einmal registriert, können alle von nextbike betriebenen Systeme genutzt werden.


E-CarSharing für Bewohner des StadtGartens

Zum Start des E-CarSharing-Projekts wurde im Juli 2013 der Bewohnerschaft des Wohngebiets StadtGarten ein Elektro-Auto, ein nagelneuer Renault ZOE und eine neu montierte E-Lade-Wallbox der Firma Heldele übergeben. In den folgenden Monaten können sich die Bewohner das E-Auto kostenlos ausleihen und nach der Fahrt wieder kostenlos an der Ladestation in der Tiefgarage aufladen. Durch die Einführung des wohnortsnahen E-CarSharings wird versucht, den Bewohnern neues Mobilitätsverhalten aufzuzeigen, welches später auch auf die tägliche Nutzung übertragbar ist. „Ein Elektroauto, das sich alle teilen, ist Teil des strategischen Konzepts, eine ökologische und energieeffiziente Wohnanlage im StadtGarten aufzubauen“, erklären die WGG-Geschäftsführer Dieter Gölz und Volker Kurz. „Elektromobilität ist ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor“ erklärte Oberbürgermeister Till bei der Übergabe. Durch das neue E-CarSharing werde zudem der Anspruch einer modernen Wohn- und Lebensform, die mehr denn je Lebensraum für Jung und Alt bieten müsse, entsprochen. Durch das Angebot des E-Car-Sharings könne CO2 reduziert und neue Marktchancen erschlossen werden. Die Erfahrungen, welche die Bewohner des StadtGarten mit dem Elektroauto und dem Laden an der Schnellladestation in der Tiefgarage machen, werden in Zukunft dazu genutzt, die Umsetzung der Elektromobilität voranzutreiben. Die Fragen, die den StadtGarten-Bewohnern dazu gestellt werden, sind vielfältig. Die Ergebnisse daraus werden in einer sogenannten Tool-Box zusammengefasst und fließen in ein Konzept ein, das die Integration und Umsetzung von E-Car-Sharing in aktuellen und zukünftigen Bauprojekten bundesweit ermöglichen soll.


Aktionstag Elektromobilität

Parallel zum zweiten Tag des Final4 der Handball-Frauen hat die Wirtschaftsförderung der Hohenstaufenstadt Göppingen zum Aktionstag „Elektromobilität im Stauferland“ eingeladen.

Am Wochenende 20. und 21. April 2013 elektrisierten die Endspiele um den DHB-Pokal der Frauen in der EWS Arena die Handball-Fans in ganz Deutschland; am Sonntag, 21. April 2013, sorgte zusätzlich das Thema E-Mobilität für Hochspannung rund um die Sporthalle. Von 11 bis 16 Uhr gabt es im Südosten der EWS Arena, unterhalb der Stadtbühne, Informationen rund um Elektroautos, Pedelecs und E-Bikes sowie zur Ladeinfrastruktur. Eine Sternfahrt von Elektromobilisten mit moderierter Einfahrt an der EWS Arena sowie Mitfahrgelegenheiten mit Elektroautos vermittelten ganz paktische E-Erlebnisse. Und natürlich war während des Tags auch für das leibliche Wohl gesorgt.


Stauferland elektrisiert

Göppingen und Schwäbisch Gmünd werden elektrisch! Ein alter Hut? Mitnichten – Elektromobilität ist ein Thema der Zukunft! EMiS, ein mit 3,4 Millionen Euro veranschlagtes Projekt der Städte Göppingen und Schwäbisch Gmünd sowie sieben weiterer Partner, wird mit 1,9 Millionen Euro vom Bund gefördert. Vor großer Kulisse, mit zehn E-Cars und zwei E-Bikes, überreichte Veit Steinle vom Bundesverkehrsministerium die Bescheide auf dem Göppinger Marktplatz an die Oberbürgermeister Guido Till und Richard Arnold sowie die weiteren Partner.

Die Elektro-Mobilität wird einerseits im Alltag der Nutzer zunehmen und andererseits gerade auch dem hiesigen Wirtschaftsraum neue Chancen bieten. „Diese Chancen auszuloten und in alltagstaugliche Projekte umzusetzen, dafür steht EMiS – Elektromobilität im Stauferland – integriert in Stadtentwicklung und Klimaschutz“, begrüßte Oberbürgermeister Guido Till die zahlreichen Gäste vor dem Rathaus. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung mit allen neun Partnern am 1. Oktober 2012 in der Stadthalle Göppingen, hat die Arbeit in den einzelnen Projektvorhaben begonnen. Neben den Städten Göppingen und Schwäbisch Gmünd sind als Partner beteiligt die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH, die Gesellschaft für Abfallbewirtschaftung mbH im Ostalbkreis, die ETG Entsorgung- und Transport GmbH, die Energieversorgung Filstal GmbH & Co. KG, die Wohnbau GmbH Göppingen, die Firma Heldele GmbH sowie das Städtebau-Institut an der Universität Stuttgart. Projektbetreuer sind die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und die e-mobil BW.

„Göppingen ist Projektleiter für EMiS und wir sind gemeinsam mit unseren Partnern stolz, dass wir die ersten sind, die das Projekt in einem Mittelzentrum in topografisch anspruchsvoller Lage durchführen“, so Till. „Unser gemeinsames Projekt, über Landkreisgrenzen hinweg, nimmt schon Gestalt an.“ Die Stadt Göppingen ist bereits ein „alter Hase“ (O-Ton Till) beim Einsatz von verschiedenen Elektrofahrzeugen; vom Städtebau-Institut Stuttgart werden dabei die Nutzer- und Fahrzeugdaten erhoben und ausgewertet. Zudem testete die Göppinger Firma ETG Entsorgung + Transport GmbH im Landkreis Göppingen einen Hybrid-Abfallsammler; die Wohnbau GmbH hat bereits für ihr neues Wohnquartier ‚StadtGarten‘ einen E-Smart Cabrio bestellt und wird diesen seinen Bewohner im Rahmen eines CarSharing-Projektes zur Verfügung stellen. „Wir sehen es als wichtige Aufgabe, die Elektromobilität in unserer Stadt zu unterstützen und die infrastrukturellen Rahmenbedingungen zu erarbeiten, sowohl vor dem Hintergrund der CO²-Reduktion als auch zur Erschließung neuer Marktchancen“, so der Göppinger Rathauschef weiter.

Oberbürgermeister Richard Arnold, aus Schwäbisch Gmünd mit einem E-Car angereist, nannte den Rückgang der Lärmemission als weiteren Pluspunkt. Die E-Mobilität verleiht nach Ansicht des Gmünder Stadtchefs dem Stauferland neue Aspekte. Er wies auf den Schulungsbedarf speziell des Handwerks hin und kündigte an: „Wir werden die Landesgartenschau 2014 bei uns zu einem Schaufenster der E-Mobilität machen!“

Vor laufenden Kameras unterzeichnete Veit Steinle, Abteilungsleiter für Umweltpolitik und Infrastruktur im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, den symbolischen großformatigen Förderscheck über die stolze Summe von 1.903.720 Euro. Geboren in Schwäbisch Hall sowie im Bodenfeld und am Hohenstaufen-Gymnasium in Göppingen zur Schule gegangen, verleugnete der Repräsentant aus Berlin seine schwäbischen Wurzeln keineswegs. Die Bundesregierung verfolgt das ehrgeizige Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektro-Autos auf den deutschen Straßen in Betrieb zu haben. Um einerseits die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen und andererseits Arbeitsplätze zu sichern oder gar zu schaffen, soll Deutschland nicht nur Leitmarkt, sondern auch Leitanbieter für Elektromobilität werden, so Steinle.

  

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