Naturschutzgebiet Spielburg

Das sehr beliebte und landschaftlich einmalige heideähnliche Trockenbiotop ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und gehört zum Stadtbezirk Hohenstaufen.

Geologie

Eine Besonderheit ist die Scholle aus Weißjurakalk, die vor ca. 2 Mio. Jahren bei einem Bergsturz vom damals noch bis hierher reichenden Albtrauf abbrach. Sie bildet heute den Kern des NSG.
Das anstehende Kalkgestein wurde noch bis Mitte der 50er Jahre in mehreren Steinbrüchen abgebaut, die heute sog. Sekundärbiotope darstellen. Im nördlichen Teil befinden sich Dolinen.

Tier- und Pflanzenwelt

Auf dem Kalkgestein des Bergsturzes konnte sich ein heideähnliches Trockenbiotop mit vielfältigen Strukturelementen entwickeln:

Felsen, Blockhalden, Halbtrockenrasen, Hecken, Feldgehölze, Streuobstwiesen und Feuchtzonen wechseln kleinräumig und sind einzigartiger Lebensraum für eine Vielzahl seltener Pflanzen- und Tierarten.

Es finden sich:

- Ca. 250 Pflanzenarten, darunter seltene Arten wie Silberdistel, Bienenragwurz und Franzenenzian
- Ca. 50 Vogelarten, z.B. Neuntöter, versch. Grasmücken und Spechtarten
- Schmetterlinge, wie Schwalbenschwanz, Distelfalter, Tagpfauenauge, u.v.m.
- Reptilien, z.B. Schlingnatter, Ringelnatter, Blindschleiche

Die Spielburg ist gefährdet

Die Spielburg ist ein sehr beliebtes Naherholungsziel. Der große Besucherdrang führt leider auch zu Belastungen, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen:

- Feuerstellen schädigen die Flora
- Abfälle verschandeln die Landschaft
- Lärm beunruhigt die Tierwelt
- Gehen und Radfahren abseits der Wege schädigt die Vegetationsdecke und fördert die Erosion

Helfen Sie mit !

Durch Ihr richtiges Verhalten leisten Sie einen wichtigen Beitrag, dieses einzigartige und attraktive Schutzgebiet auch für spätere Generationen zu erhalten. Beachten Sie bitte die aufgeführten Beschränkungen innerhalb des Schutzgebietes:

- Bleiben Sie auf den in der Karte dargestellten Wegen
- Akzeptieren Sie die Wegesperrungen
- Nehmen Sie Ihren Abfall bitte wieder mit
- Benutzen Sie die Grillstelle bei der Ruine "Hohenstaufen".