Bürgerstiftung lud zum bunten Abend

Oberbürgermeister Guido Till überreichte die Zertifikate an die ersten Demenzpaten und -patinnen.

Im Mittelpunkt des Bürgerstiftungsfestivals am Montagabend im Rathaus standen die Bürgerinnen und Bürger, denen es ein Herzensanliegen ist, durch ihre ehrenamtliche Arbeit an der Erfüllung gesellschaftlicher Aufgaben mitzuwirken und diese zu prägen. „Sie leisten mit Ihrem täglichen Engagement und Ihrem Einsatz einen großen Anteil, damit unser Alltag zwischen der Gewohnheit und der Hektik eine menschliche Note erhält“, begrüßte Oberbürgermeister Guido Till die zahlreichen Gäste.

Die Geschäftsführerin der Bürgerstiftung und städtische Beauftragte für das Ehrenamt, Chris Cathrin Berger, amtierte als „Glücksfee“, assistiert vom Moderator des Abends, Thomas Kießling.

Das Stadtoberhaupt bedankte sich bei allen ehrenamtlich Engagierten, die als kleines Zeichen der Anerkennung die Goldene Ehrenamtskarte erhielten. Sie wird seit dem Jahr 2006 an Personen verliehen, die sich in Göppingen im Bereich Soziales, Kultur, Ökologie, Gesundheit, Sport oder in der Kirche mindestens drei Stunden in der Woche oder 120 Stunden im Jahr ehrenamtlich engagieren. Mit der Karte sind unterschiedliche Vergünstigungen im alltäglichen Leben und im Bereich der Kultur verbunden. „Mit dieser Ehrung möchten wir das Ehrenamt in den Fokus rücken und uns im Rahmen dieses einmaligen Abends bedanken“, so OB Till, „zugleich aber auch Motivation und Anreize für viele Göppingerinnen und Göppinger schaffen, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren.“ Denn eine Stadt lebt vom Engagement seiner Bürger/-innen: „Ohne Ihr Engagement wäre unsere Gesellschaft in vielfacher Hinsicht ärmer – nicht an Geld, aber an Menschlichkeit, Fürsorge und Liebe.“ Zugleich sind Teilhabe und Gestaltungswille Ausdruck der Identifikation mit der Stadt und den Menschen, die hier zu Hause sind.

Hannsgeorg Kramer mit seinem Drei-Monats-Gewinn, einem städtischen E-Bike.

Die vor knapp 14 Jahren ins Leben gerufene Bürgerstiftung stellte sich mit ihren Aufgaben und Zielen ebenso vor wie weitere örtliche Stiftungen. Aber auch einzelne, von der Bürgerstiftung Göppingen geförderte Projekte zeigten, was dank der Unterstützung alles möglich ist. Mit lustigen Liedern und Instrumenten, wie sie in ganz normalen Küchen zu finden sind, begeisterten Kindergartenkinder die Anwesenden und zeigten, das Singen doch so KINDERleicht ist, wie es der Name des geförderten Projekts ist. Anschließend überreichte OB Till den ersten Demenzpaten ihre Zertifikate. Denn „nicht nur die an Demenz erkrankten Menschen werden von der Krankheit geplagt, auch deren familiäres und soziales Umfeld leidet mit und ist mit oft schwierigen Aufgaben konfrontiert.“ Menschen mit Demenz brauchen Verständnis und Solidarität in besonderer Weise. Für sie ist es immens wichtig, dass sie Menschen in ihrer Umgebung haben, die ihnen Sicherheit und Mut, Orientierung und Halt geben. Das vom Lokalen Bündnis für Familie, zusammen mit dem Landkreis und der Stadt Göppingen gestartete Patenschaftsprojekt für Menschen mit beginnender Demenz wird ebenfalls von der Bürgerstiftung gefördert. Patinnen und Paten bauen in regelmäßigen Besuchen zu den an Demenz erkrankten Personen eine vertrauensvolle und freundschaftliche Beziehung auf, geben Unterstützung, die auf die gegenseitigen Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmt sind. Sie begleiten bei Spaziergängen, zu Terminen, geben Anregungen für die Alltagsbewältigung und Stärken die Alltagskompetenzen. „Ziel des Patenschaftsprojekts ist es, dass die Betroffenen noch möglichst lange ein selbstständiges und lebenswertes Leben in ihrem vertrauten Umfeld führen und vor allem am gesellschaftlichen Leben teilhaben können“, dankte OB Guido Till auch den hauptamtlichen Einsatzleiterinnen Melanie Tuschke-Frye und Magdalene Lutz-Rolf. Über sechs Monate hinweg, seit September 2013, besuchten 18 Damen und Herren aus dem Kreis Göppingen verschiedene Schulungsveranstaltungen, um sich mit der Krankheit Demenz und den damit einhergehenden Konsequenzen für die Betroffenen auseinanderzusetzen.

Singen ist doch KINDERleicht, bewiesen die jüngsten Teilnehmer/-innen am Bürgerstiftungsfestival.

Anschließend sorgte der ebenfalls von der Bürgerstiftung unterstützte Integrationschor der Volkshochschule für musikalische Unterhaltung. Aufgelockert wurden die anschließenden Gespräche durch eine gut bestückte Tombola: Für fünf Euro pro Los konnten fünf Tageskarten für die Barbarossa-Thermen, drei von Frisch Auf signierte Handbälle sowie zwei Logenplätze für Bülent Ceylan gewonnen werden. Der Hauptpreis, die dreimonatige Nutzung eines städtischen E-Bikes, ging an Hannsgeorg Kramer, der einen ganzen Schwung Lose gekauft hatte, um seinen lang gehegten Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

  

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