Sanierung

Stadtsanierung dient der Beseitigung städtebaulicher Missstände, z. B. von Mängeln in der Gebäudesubstanz, unzeitgemäßen Grundrissen, Konflikten wegen unverträglicher Nutzungen oder der Erschließung in einem Quartier. Flächensanierungen (Komplettabriss und Neubebauung) werden heute kaum noch durchgeführt. Meist werden erhaltenswerte Gebäude instandgesetzt und nur nicht mehr haltbare Gebäude durch neue ersetzt. Dabei spielt auch die Wirtschaftlichkeit bestehender Gebäude und zunehmend der Energieverbrauch eine Rolle. Oft werden Sanierungen begleitet durch die Aufwertung von Straßen und Plätzen. Beispiele in Göppingen sind die abgeschlossenen Sanierungen in der Karlstraße und am Schillerplatz, sowie aktuell das Bahnhofsumfeld und der Schlossplatz, sowie die Ortsmitte in Bartenbach.

SANIERUNG NACH DEM BAUGESETZBUCH

Die Gemeinde grenzt das Sanierungsgebiet förmlich ab und in den Grundbüchern wird ein Sanierungsvermerk eingetragen, der erst nach Abschluss der Sanierung wieder gelöscht wird. Mit einer Sanierung sind nicht nur Fördergelder verbunden, sondern auch Genehmigungspflichten, z.B. beim Grundstücksverkauf, damit die Gemeinde Vorhaben unterbinden kann, die dem Zweck der Sanierung zuwiderlaufen. Deshalb muss sie auch das Ziel der Sanierung benennen und meist umfängliche vorbereitende Untersuchungen durchführen. Oft ist eine Vielzahl von Eigentümern und Bewohnern betroffen, weshalb auch ein Sozialplan erforderlich werden kann. Eine Sanierung soll nicht länger als 15 Jahre dauern.

  

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